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Anmerk. d. Verf.: das Buch ist als Sachbuch geschrieben, wird aber ergänzend von zwei Charakteren mit Namen Henry und David begleitet, die sich parallel zum sachlichen Inhalt über das Buch unterhalten. Dabei werden aufkommende Fragen in Dialogform beantwortet, die Rahmenumstände genauer beleuchtet und gleichzeitig die Grundaussage eines jeden Buchstabens soweit nötig noch mal verdeutlicht. Nach jedem Zeichen steht ein kleiner lockerer Dialog. Wir beginnen hier mit dem ersten etwas ausführlicheren Einführungsdialog zwischen den beiden Freunden.




„Das glaub ich nicht“, prustet Henry mit einem etwas überheblichen Gesichtsausdruck heraus, lehnt sich in das weiche Polster des Sofas zurück und schlägt in einer überlegenen Haltung die Beine übereinander.

Es ist einen Moment still geworden, denn sein Gesprächspartner, sein alter Freund David aus früherer Schulzeit, reagiert nicht wie erwartet mit Gegenargumenten. Er widerspricht nicht, um vielleicht eine lebhafte Diskussion hervorzurufen, sondern lässt stattdessen die Stille für sich sprechen und schaut Henry dabei mit einem freundlichen Lächeln in die Augen. Er weiß selbst aus eigener Erfahrung, wie schwer und heikel es ist, an dem tiefen Glauben eines Menschen zu rütteln.


Letzte Woche rief ihn Henry an und fragte, ob er sich diesen Sonntag frei nehmen könnte, damit sie sich gemeinsam über das Buch „Vom Geheimnis der Buchstaben“ unterhalten können. Gern hat sich David dazu bereit erklärt, ihm dabei zu helfen, die Zusammenhänge besser nachzuvollziehen und so kam es schließlich, dass die beiden Freunde heute wieder in dem Apartment von Henry zusammensitzen und einen lebhaften Gedankenaustausch betreiben.

Sie trafen sich schon häufiger abends auf ein Glas Rotwein, um miteinander über Gott und die Welt zu philosophieren, wobei Henry eher dahin tendiert der Welt Vorrang zu geben, während Davids ‚Weg’ mehr in die andere Richtung führt. Aus diesem Grund freut es ihn besonders, dass er von Henry zu dieser „Buchbesprechung“ eingeladen ist.

Henry schätzt das viele Wissen und die Weisheit, die David unter seiner eher unscheinbaren äußeren Fassade verbirgt, aber jetzt, in diesem Moment kann er überhaupt nicht mit Davids Behauptung übereinstimmen.


Es ist immer wieder das gleiche Spiel. Der Mensch hat seine Meinung und solange er bequem damit leben kann, kommt er gar nicht auf die Idee, sie zu hinterfragen und mit anderen Perspektiven zu ergänzen. Aus lauter Bequemlichkeit und Trägheit sagt er häufig mit einer  polemischen Oberflächlichkeit, ‚das glaube ich nicht’, ‚das ist doch Zufall’ oder ‚das ist doch Schwachsinn’ und damit ist für ihn alles vom Tisch. Er kann weiter in seiner festen Gedankenspur laufen und sich auf den Lorbeeren seiner bisherigen Erkenntnis ausruhen.

Aber das Gespräch hat ja erst begonnen und wir werden sehen, wie es sich entwickelt. 


„Warum glaubst du das nicht?“, fragt David gelassen, den arroganten Unterton von Henry ignorierend.

„Weil deine Behauptungen absurd sind. Ich sehe da jedenfalls keinen tieferen Sinn hinter den Buchstaben“, antwortet Henry resolut.

„Wie kommst du denn darauf?“, hakt David nach.

„Weil doch jeder gebildete Mensch weiß, dass die Sprachen sich in einer Art ‚Sprachevolution’ aus Tierlauten herauskristallisiert haben. Im Laufe der Menschheitsgeschichte lernte der Mensch immer deutlicher Sprechen und bezeichnete die Dinge und Aktivitäten um ihn herum mit Begriffen und Lauten, die er dann seinen Nachkommen übermittelt hat. Die wiederum haben es ihren Kindern in vielleicht abgeänderter Form weitergegeben und dabei neue Namen und Worte hinzugefügt und so weiter. Einige sind im Laufe der Jahrtausende in andere Regionen ausgewandert, wo sie sich in ihrem Umfeld eine eigene Sprache und Namen haben einfallen lassen, woraus sich heute all die unterschiedlichen Landessprachen entwickelt haben. Hinter all den Namen und Worten liegt kein System bzw. keine höhere Ordnung, die auf den Buchstaben aufbaut. Die Namen haben höchstens eine Vergangenheitsspur, die sich zurückverfolgen lässt. Worte, Namen und auch Buchstaben wurden alle von Menschen erfunden, benannt und bestimmt, wobei sich in der Regel der Mächtigere durchsetzte. Wenn ein König, ein Professor oder Zeitungen neue Wörter erschaffen, dann haben die mehr Akzeptanz, als wenn ich mir irgendein neues Wort ausdenken würde. Außerdem ist es doch offensichtlich, dass Namen eine relativ willkürliche Anordnung von Buchstaben sind und dabei keinerlei tieferer Sinn zu entdecken ist“, erklärt Henry selbstsicher und zieht leicht die Augenbraunen nach oben, um seinem Freund mit einem herausfordernden Blick zu begegnen.


„Das klingt ziemlich überschaubar. Woher weißt du denn das alles?“, fragt David mit einem scheinbar bewundernden Gesichtsausdruck für diese scharfsinnige, kurze Zusammenfassung der Sprachentwicklung, der jedoch bei genauerem Hinsehen ein Schmunzeln nicht verbirgt.

Henry stutzt einen Moment, dann entgegnet er:

„Waren wir nicht in der gleichen Schule? Das weiß doch jedes Kind. Keine Ahnung warum du mich so etwas fragst. Das ist doch logisch, oder?“


„Ungemein logisch“, ironisiert David und ergänzt, „du hast dir ein paar Theorien von irgendwelchen Wissenschaftlern wie einen Virus eingefangen und plapperst sie nach, obwohl du gar keinen offensichtlichen Beweis dafür hast, sondern nur einen großen Haufen von Mutmaßungen in dir trägst. Du reimst dir oberflächlich irgendwas zusammen und redest dir ein du hättest schon den Kern der Wahrheit erfasst. Deine ganzen Beweise dafür liegen tief im Nebel einer angenommenen Vergangenheit versteckt. Alles, was Vergangenheit ist, kannst du nur hier und jetzt glauben oder vermuten, aber nie wissen, ob es tatsächlich 100% so war. Es ist nur eine Erinnerung in dir. Das solltest du dir bewusst machen, damit du dir selbst nicht so häufig auf den Leim gehst und dadurch andere wichtige Informationen verschläfst.“

„Na und, ich denke jedenfalls …“


„STOP! Henry, ‚du denkst’ gar nichts!“, fällt ihm David ins Wort.

Von dem lauten „Stop“ aus dem Redefluss gebracht, zögert Henry einen Augenblick und entgegnet dann: „Was willst du mir denn damit sagen? Natürlich denke ich!“

„Nein, das tust du nicht! ‚Es denkt’ in dir!“, stellt David klar.

„Was meinst du mit ‚ES’?“

„Schritt für Schritt. Zuerst musst du verstehen, dass nicht du aktiv denkst, sondern nur glaubst, dass du derjenige bist, der denkt. In Wirklichkeit bist du nur der, der deine Gedanken beobachtet. Sie steigen, woher auch immer, in dir hoch und du darfst sie dir ansehen. Deine Gedanken befinden sich zwar in dir, also bist du auch deine Gedanken, aber du bist nicht derjenige, der sie erschafft. Du bist nicht aktiv die Quelle bzw. der Urheber deiner Gedanken“, erklärt David.

„Das verstehe ich nicht. Ich weiß leider nicht wovon du auf einmal redest. Ich bin es, der denkt und spricht. Das ist doch so offensichtlich und klar“, analysiert Henry und zuckt mit den Achseln, weil er den plötzlichen Richtungswechsel des Gesprächs auch nicht nachvollziehen kann. ‚Gerade wollte mir David noch was von ‚Buchstaben’ und von den ‚Sprachen’ erzählen und jetzt fängt er an zu behaupten, ich könne nicht denken. Wo liegt denn da der Zusammenhang? Mir scheint fast mein lieber Freund liest zuviel schräge Bücher, die in ihm ziemlich komische Ansichten hervorrufen’, wundert sich Henry.


„Gut, ich erkläre es dir. Kennst du beispielsweise die Situation, dass du nachts nicht einschlafen kannst, weil du in Gedanken über Probleme grübelst?“, beginnt David.

„Schon.“

„Oder dass dir im Alltag auf einmal ein Gedanke einfällt, zu dem du im Moment gar keinen direkten Bezug hattest? Oder dass du gerade einen Gedanken gedacht hast, der jedoch schon wieder verschwunden ist, obwohl du ihn gerne festgehalten hättest?“, fragt David weiter.

„Ja, natürlich. Diese Situationen kennt doch jeder. Das ist doch normal“, bestätigt Henry.

„Stimmt. Sehr gut beobachtet. Das ist ganz normal. Aber denk weiter mit, kannst du zum Beispiel bestimmen, dass dir in exakt einer Stunde ein bestimmtes Wort einfällt?“, bohrt David nach.

„Nein, wahrscheinlich nicht“, antwortet Henry, der sich auf die komischen Fragen immer noch keinen Reim machen kann.

„Du kannst nur hoffen, dass dir in ungefähr einer Stunde das Wort einfällt. Aber du hast keine Garantie dafür.“

„Aber ich kann es aufschreiben und mir den Wecker stellen“, kontert Henry im Scherz.

„Sehr einfallsreich, dafür bekommst du einen Kreativpunkt, was aber das grundsätzliche Problem nicht ändert, dass du nicht bestimmen kannst, wann dir was einfällt“, betont David und wartet einen Augenblick bis sich die Worte bei seinem Gegenüber gesetzt haben, bevor er weiterspricht:

„Und wie sieht es mit dem ‚Merken’ und ‚Erinnern’ aus. Kannst du bewusst bestimmen, was du dir auf einer Urlaubsreise oder in deinem Alltag merkst, also was du in deinem Erinnerungsspeicher ablegst? Wie sieht es zum Beispiel mit dem Namen ‚Tropoglyph’ aus?  Bist du dir sicher, dass du ihn dir bis nächsten Monat merken kannst?“

„Ich kenne Techniken, mit denen kann ich mir bestimmte Namen leichter merken, wenn ich sie mit anderen Begriffen und Bildern in Verbindung bringe. Also, ich denke schon, dass ich mir den Namen merken kann“, kontert Henry.

„Du erweiterst mittels Verknüpfungstechniken nur die Erinnerungskette bzw. die Erinnerungskomplexität, aber auch hierbei kannst du nicht absolut sicher sein, dass du alles behältst. Die Wahrscheinlichkeit wird nur erhöht. Das Grundproblem bleibt: du hast keinen direkten Einfluss darauf, an was du dich erinnerst. Außerdem kannst du auch keine Erinnerungen bewusst löschen. Du musst dich erinnern, ob du es willst oder nicht. Wie gesagt, Verdrängungs- oder Substitutionstechniken ändern nichts an dem Grundprinzip, dass du auf deine innere Festplatte namens ‚Erinnerungsspeicher’ keinen direkten Zugriff hast“, fasst David zusammen.

Henry hört jetzt sichtlich aufmerksamer zu, weil ihm diese Tatsache bisher noch nicht so bewusst war. Da David auf eine Reaktion von ihm wartet, beschließt er ein nicht genau zu definierendes Brummgeräusch von sich zu geben, aus dem man mit etwas Phantasie ein ‚Ja’ heraushören kann.

„Und wie sieht es mit dem ‚Schreiben’ aus?“, redet David daraufhin munter weiter, „du hast bestimmt bereits eine Menge an Briefen, E-Mails und Berichten in deinem Leben geschrieben.“

„Ja, schon“, bestätigt Henry.

„Wie läuft das ab?“

„Was heißt ‚wie läuft das ab’, ich setze mich hin und schreibe. Danach verändere ich den Text so lange bis ich zufrieden bin. Worauf willst du hinaus?“, gibt Henry mit einem etwas gereizten Unterton Auskunft.

„Nicht bockig werden, Henry. Du musst offen bleiben und mitdenken, sonst brauchen wir an dieser Stelle nicht weitermachen. Das alles ist sehr wichtig, wenn du die Zusammenhänge von Sprache, Wort und Buchstaben begreifen willst“, betont David .

Henry überlegt einen Moment, dann sagt er: „Entschuldige, du hast ja recht. Aber ich bekomme gerade so ein komisches Gefühl bei dem Gedanken, dass ich nicht der Urheber meiner Gedanken bin.“

„Du bekommst Angst, weil du den Eindruck hast, dir wird etwas wichtiges weggenommen und du sitzt dann im Nichts“, beschreibt David.

„Keine Ahnung, vielleicht“, gibt Henry zu.

„Das ist aber nicht so. Das Gefühl entsteht nur am Anfang, während das Alte zerfällt und sich die neuen Strukturen erst herausbilden müssen. In Wirklichkeit ist alles Neue in deiner Weltvorstellung eine Erweiterung und eine Ergänzung, die dich vollständiger werden lässt. Kämpfe nicht dagegen an, sondern versuche es in dein Weltbild zu integrieren und zu verstehen oder lasse es als eine Möglichkeit offen, die du mit deinem Wissen noch nicht fassen kannst“, rät ihm David.

Henry nickt und bemüht sich mit einem tiefen Atemzug Davids Gedanken aufmerksamer zu folgen.

„Also, kommen wir noch mal auf den Vorgang beim ‚Schreiben’ zurück. Wenn du dich entschließt einen Text zu verfassen, dann nimmst du einen Stift bzw. eine Tastatur, ein Stück Papier bzw. ein Schreibprogramm und dann …“, David macht eine Pause und schaut Henry an.

„ ‚Was dann’. Dann schreibe ich“, antwortet Henry.

„Nein! Falsch! Dann wartest du! Du wartest darauf, dass dir Gedanken in den Sinn kommen, die zu dem Thema passen, über welches du einen Text schreiben möchtest.“

„Wenn du so willst, ja“, bestätigt Henry.

„Einige Gedanken schreibst du auf, andere verwirfst du und manchmal wunderst du dich, was für geniale oder schwachsinnige Gedanken in dir auftauchen. Das nennst du dann irreführenderweise ‚ich mache mir Gedanken’. Dabei bist du nicht der, der die Gedanken macht, sondern nur der, der die Gedanken beobachtet und aus einer Palette an Möglichkeiten auswählt, um sie dann niederzuschreiben. Über deine innere Aufmerksamkeit kannst du den ständigen Gedankenstrom in dir beeinflussen. Du erzeugst in dir über dein Wollen und Nicht-Wollen eine Art Resonanzfeld, das aus der unendlichen Vielfalt von möglichen Gedanken ein Informationsspektrum anzieht, das dann nach und nach in deinem Bewusstsein auftaucht. Aber darauf will ich jetzt nicht genauer eingehen, das ist ein eigenes Thema. Ich wollte dir nur verdeutlichen, dass in dir zwar irgendwo die Ursache liegt, die die Gedanken hervorbringt, du aber nicht der bewusste Schöpfer deiner Gedanken bist“, erklärt David.

Henry bleibt regungslos auf seiner Couch sitzen und überdenkt die letzten Worte von David, dann sagt er: „Das ist ziemlich heftiger Tobak, den du mir da so einfach in ein paar Minuten ‚reindrückst’. Darüber müsste ich erst mal in aller Ruhe nachdenken bzw. wie du es sagen würdest, ‚meine Gedanken zu diesem Thema beobachten’. Aber ich gebe zu, du hast einen interessanten Ansatz gefunden, der es Wert ist genauer betrachtet zu werden.“

„Schön, dass wir uns annähern. Dann gehen wir jetzt noch einen Schritt weiter und konzentrieren uns darauf wie dein Sprechen und Reden oberflächlich funktioniert.“

David ignoriert den leichten Seufzer von Henry und erzählt weiter:

„Genauso wie du deine Gedanken beim Schreiben beobachtest, funktioniert es im Prinzip auch beim Sprechen, nur hast du dabei weniger Zeit die Gedanken auszuwählen, deshalb ist es für viele Menschen einfacher sich schriftlich auszudrücken als sprachlich. Jedem Satz, den du laut äußerst, liegt ein leiser Gedanke zugrunde. Wenn du zum Beispiel in einem Gespräch vertieft bist, oder einen Vortrag hältst, dann fällt dir das nicht auf. Wenn du dich genau beobachtest, wirst du feststellen, dass du dir dabei wenig Gedanken machst, was wohl dein nächster Satz sein wird. Ich zum Beispiel weiß jetzt nicht, was ich dir in meinem nächsten Satz erzählen werde. Es fließt einfach. Du kannst dich, wenn du im Redefluss bist, sogar dabei beobachten, was du alles erzählst und bemerkst vielleicht manchmal, dass du von Zusammenhängen berichtest, die dir vorher noch gar nicht so klar waren ...“

„Stimmt! Das kann ich bestätigen. Häufig unterhalte ich mich mit Menschen und erkläre ihnen etwas, das ich erst im Moment des Erklärens selbst so richtig verstehe. Das hat mich schon immer gewundert, aber irgendwie hab ich das als normal betrachtet und mir darüber keine weiteren Gedanken gemacht“, bekräftigt Henry, der wieder munter zu werden scheint.

„Ja, faszinierend, was da so alles in einem steckt, wovon man noch gar keine Ahnung hat. Aber interessant ist auch, dass du sogar ganz anderen Dingen deine Aufmerksamkeit schenken kannst, während du trotzdem weiterredest. Viele Lehrer oder Menschen, die regelmäßig Vorträge halten müssen, kennen das Phänomen. Sie nennen das auf ‚Autopilot schalten’. Es scheint fast so, wie wenn Sprache ‚automatisch’ durch dich hindurchfließt und dich belebt. Man könnte den Vergleich aufstellen, dass, so wie der elektrische Strom eine Maschine antreibt, du durch dein inneres Denken aktiviert und inspiriert wirst“, vergleicht David.

„Rede mir jetzt nicht ein, dass ich ein Automat bin“, wehrt Henry ab und verschränkt die Arme vor der Brust.

„Nein, du bist der Beobachter, der sich alles anschaut. Wenn du allerdings glaubst, dass du dein Denken bist, dann hast du Recht, dann degradierst du dich selbst zu einem Automaten. Was keine Beleidigung ist, sondern nur eine Konsequenz dessen, was ist. In dir fließt ein Strom aus Gedanken in Form von Worten, mit manchen beschäftigst du dich innerlich, manche sprichst du aus, manche schreibst du nieder und manche verwirfst du, oder schenkst ihnen nicht viel Beachtung. In deinem Alltag bekommst du das Phänomen gar nicht mit, dann funktionierst du in der Regel nur, weil du so mit deiner Außenwelt beschäftigt bist, dass kaum Aufmerksamkeit übrig ist, um deine Innenwelt zu beobachten. Erst in der Ruhe, im Gewahrsein kannst du den Tanz deiner Gedanken ansatzweise betrachten und dir bewusster machen“, erläutert David.


Es ist erneut still geworden, als David seinen letzten Satz beendet hat. Henry reflektiert die Aussagen seines Freundes und entgegnet dann: „Aber ich kann sehr wohl meine Gedanken ändern und beeinflussen. Über manche Techniken kann ich sogar Problemgedanken abstellen.“


„Du meinst durch anderen Gedanken verdrängen“, berichtigt ihn David.

„Wie auch immer. Ich habe zumindest einen Einfluss auf meine Gedanken“, beharrt Henry.

„Das habe ich auch nicht bestritten. Aber du bist nicht Schöpfer deiner Gedanken! Du bist nicht der, der die Gedanken bewusst erschafft und kontrolliert, sondern höchstens der, der irrtümlicherweise denkt, dass er denkt. Und wenn dir das nicht bewusst ist, dann bist du nur eine Art Diener der Quelle, aus der all deine Gedanken aufsteigen. Kannst du das jetzt nachvollziehen?“, will David wissen.


„Geht so. Eigentlich will ich es gar nicht nachvollziehen. Das macht mir nämlich irgendwie Angst“, gibt Henry zu.

„Du hast keinen Grund Angst zu haben. Alles bleibt beim Alten. Es ändert sich doch für dich nichts, außer dass du dir selbst etwas bewusster wirst. Dieses Gefühl, was du jetzt in dir trägst, taucht häufig dann auf, wenn das eine geht und das andere noch nicht da ist. Also, kein Grund zur Besorgnis. Ich werde dir alles soweit wie möglich erklären“, beruhigt ihn David und ergänzt: „Schau her, alles, was ich dir bisher erklärt habe, kannst du hier und jetzt überprüfen, wenn du dir etwas mehr Bewusstsein über dich selbst verschaffst. Du musst keine wilden Theorien aus irgendwelchen vergangenen Zeiten glauben, sondern nur etwas Selbst-bewusster werden. Alles o.k. so weit?“  

Henry nickt, was David als Aufforderung versteht weiterzuerzählen:


„Dann stelle ich dir jetzt die entscheidende Frage:


Wenn du es nicht bist, der deine Gedanken bewusst produziert, und auch nicht der bist, der entscheidet, was er sich merkt und wann er sich was denkt oder an was er sich wann erinnert, wer ist es dann?“



„Puh … Ich nehme an, mein Gehirn oder mein Unterbewusstsein. Genau weiß ich es nicht“, antwortet Henry.

„Gut fangen wir mit dem Gehirn an. Was glaubst du, ist dein angebliches Gehirn?“, bohrt David weiter.

„Du fragst mich Sachen! Damit hab ich mich noch nicht auseinander gesetzt. Vielleicht so was wie ein bio-chemischer Riesencomputer? Aber ich habe keine Ahnung, aus was es im Detail besteht und wie es funktioniert. Das wissen, so weit ich mitgekriegt hab, die besten Wissenschaftler auf diesem Gebiet selbst noch nicht genau“, rechtfertigt sich Henry.

„Gut. Gehen wir hier nicht zu tief ins Detail. Bleiben wir bei dem Bild des Riesencomputers. Was benötigt man weiterhin bei einem Computer, damit man etwas damit anfangen kann?“

„Ein Programm, das alles regelt, steuert und ordnet, sowie Strom, würde ich spontan sagen“, antwortet Henry.

„Richtig und worauf basiert ein Programm?“

„Auf einer Programmiersprache und einem Programmcode nehme ich an. Aber ich bin kein Informatiker“, bemerkt Henry.

„Das macht nichts. Im Prinzip hast du das Wesentliche gesagt. Jeder Computer braucht eine Software, ein Programm, das mit einer Programmiersprache geschrieben wurde, damit er funktioniert. Bei unserem Gehirncomputer sind vereinfacht gesagt die Buchstaben der Programmcode, auf dem alles aufbaut, und aus dem sich alle Worte und alle Sprachen zusammensetzen. Dabei trägt jeder Mensch eine eigene Programmiersprache in sich, die ihm die Gedanken, Bilder und Gefühle errechnet. Du hast deine eigene Sprache nach der du, je nach Umfeld, programmiert bist und funktionierst. Sie erschafft deine persönliche Welt für dich“, erläutert David und bemerkt Henrys fragenden Gesichtsausdruck.


„Ich glaub mir raucht der Kopf. Das hab ich leider nicht ganz verstanden“, gesteht Henry.

„Macht nichts. Ich weiß, dass es viel Neues auf einmal ist, aber ich musste hier etwas weiter ausholen, damit dir die essentielle Bedeutung der Buchstaben klarer wird. Ich werde es noch mal für dich zusammenfassen. Aber vorher mach bitte die Augen zu und höre ca. 3 Minuten einfach nur in dich hinein, was für Gedanken in dir hochsteigen“, schlägt David vor. [1]


Henry schließt die Augen, lauscht in sich hinein und beobachtet seine Gedanken: ‚…


… ‚ was mach ich hier eigentlich woher kommt jetzt der Satz … er stieg aus dem Nichts auf … scheiße … was redet da in mir … hallo … ist da jemand … ich beobachte wie es in mir spricht … da wirst du ja komplett verrückt … woher kommen all die Worte … wer steuert mich … wer spricht mich … bin ich das? …


„Hey, ich will da nicht drüber nachdenken. Das macht mich verrückt. Ich fühle mich wie ein ferngesteuerter Zombie. Ich glaube, ich will das alles gar nicht so genau wissen“, stammelt Henry und wehrt mit beiden Handflächen die Blicke von David ab.  

„Nur die Ruhe. Kein Grund Angst zu haben. Du hast gerade angefangen eine höhere Bewusstseinsstufe in dir zu betreten, in dem du dir über deinen Gedankenfluss etwas mehr Bewusstsein verschaffst hast. Aber darum geht es mir im Moment noch nicht. Das ist zwar sehr wichtig, aber ich wollte dich jetzt lediglich für den automatisch in dir ablaufenden Gedankenfluss sensibilisieren“, beschwichtigt ihn David und lehnt sich dabei zurück, damit Henry etwas mehr Raum und Abstand bekommt. 


Als er merkt, dass sich Henry wieder etwas beruhigt hat, fährt er fort:

„Ich fasse es jetzt für dich noch mal zusammen: die Gedanken treten in dir in Form von Worten innerhalb deiner persönlichen Sprache auf. Auch Bilder und Gefühle bestehen aus Gedanken bzw. Worten, die sich zu einem größeren Komplex miteinander verbunden haben. Wenn du das Gefühl Angst erlebst, dann steht dahinter ein Sammelsurium an Gedanken, die du auf der Gefühlsebene alle gleichzeitig erlebst. Ähnlich verhält es sich mit Bildern. Bild und Wort sind untrennbar miteinander verknüpft. Wenn ich ‚dein Auto’ sage, kannst du in deinem Inneren sofort das Bild von deinem aktuellen Auto entstehen lassen. Soweit o.k.?“

„Na ja, wie man’s nimmt“, brummelt Henry.


„Ich werte das als ‚ja’. Ich will hier jetzt nicht ins Detail gehen, sondern dir lediglich den Rahmen näher bringen, in dem du eingebettet bist und vor dich hinschläfst“, stichelt David.

„Vielen Dank für die Blumen, Mr. ‚Ich-bin-Schon-So-Erleuchtet’. Mach dich nur über das niedere Volk lustig“, schafft sich Henry mit einem ironisch Tonfall etwas Luft.

„Nur kein Neid. Auch du sollst Weisheit ernten, aber vorher muss der Acker umgepflügt werden, damit die neuen Samen gesät werden können. Also machen wir weiter.“


David beugt sich wieder etwas zu Henry vor und erzählt weiter:  


„Du bist nicht der Herr deiner Gedanken, sondern genau genommen nur der Beobachter derselbigen. Diesbezüglich könnte man den Tipp ‚erst denken, dann reden’, in ‚erst beobachten und richtig auswählen, dann reden’, umbenennen. Es würde der Wirklichkeit näher kommen. Aber noch mal: du kannst normalerweise deine Gedanken nicht bewusst kontrollieren, herbeirufen oder abschalten. Du wählst lediglich bestimmte Gedanken aus, um mit ihnen dein Tagbewusstsein zu füllen. Meist sind es immer dieselben, oder ähnliche Gedanken, die zu deinem Alltag werden. Die Grundlage deiner Gedanken ist die Sprache, in der du aufgewachsen bist. Die Grundlage der Sprache sind die Worte und die Grundlage der Worte sind die Buchstaben. Kennst du die Bedeutung der Buchstaben, dann verstehst du die Worte. Verstehst du die Worte, dann verstehst du die Sätze und den tieferen symbolischen Sinn hinter allem. Soweit klar?“, fragt David.


„Mehr oder weniger. Du sprichst so elementare Dinge an, dass ich mir eigentlich mehr Zeit nehmen müsste, um sie besser zu durchdringen“, erkennt Henry an.

„Das macht nichts. Es langt vorerst, wenn du mir aufmerksam zuhörst. Ich wollte dir eigentlich nur aufzeigen, dass die Sprache an sich ein Übersystem ist, auf das ein Mensch nicht willkürlich zugreifen kann. Wie du vielleicht jetzt erahnst, hat der Mensch auf das Erschaffen von Sprache bei weitem nicht so viel Einfluss, wie man es oberflächlich glauben mag.


Die Buchstaben sind eine Art ‚Schöpferkräfte’, die in dir eine Wort- bzw. Sprachmatrix ausbilden.


Sprache selbst ist für den Menschen wie das Betriebssystem für einen Computer. Du bist komplett in ihr eingebettet, wie ein Fisch im Wasser. Du kommst da nicht raus und kannst auch nicht beliebig manipulieren, weil du keinen direkten Zugriff auf die Quelle hast“, verdeutlicht David und erklärt nach einer kleinen Pause weiter:


„Übrigens auch dein Traum in der Nacht besteht letztendlich aus Worten, die von dir in Bildern und in eine Handlung umgewandelt werden. Das funktioniert im Prinzip genauso, wie du es jetzt machen kannst. Wenn du zum Beispiel an das Wort ‚Glühbirne’ denkst, erschaffst du dadurch ein räumliches Bild in dir, das du drehen und bewegen kannst.“

David gibt Henry wieder einen kurzen Moment Zeit, um das gerade Gesagte wirken zu lassen und fährt dann fort: „In deinem Bewusstsein läuft ein Film ab, der wie ein Wasserquell unaufhörlich Informationen hervorbringt. Dieser Film füllt dein Bewusstsein mit Gedanken, Bildern und Gefühlen, die alle auf der Sprache gründen. Unsere Sprache erschafft unsere Realität, in der wir leben. Im Wort bzw. im Buchstaben liegt das Geheimnis verborgen, mit dem wir unsere Welt decodieren und verstehen können. Das geht sogar soweit, dass du theoretisch über das Wort deine physische Welt beeinflussen kannst.“

„Wie soll denn das gehen?“, wird Henry neugierig.


„Du kannst dieses Wissen in Zaubersprüchen, buddhistischen Mantras, Gesängen, manchen Ritualen, positives Denken, Flüchen, Gebeten und vielem mehr, finden“, antwortet David.

„Kann ich denn mittels eines Gebetes meine physische Welt beeinflussen?“, fragt Henry ganz hellhörig, weil er sich sofort einen persönlichen Vorteil ausgerechnet hat.

„Im Prinzip ‚ja’, wenn du weißt wie. Aber das sollte dich jetzt nicht interessieren. Versuch erst mal das Grundsätzliche zu verstehen. Auf deiner derzeitigen Reifestufe kannst du nur beobachten, was je nach persönlicher Resonanz aus deiner inneren Sprachquelle in deinem Bewusstsein auftaucht, mehr erst mal nicht“, schließt David das Thema ab.

„Kommen wir jetzt aber noch mal auf deine Vorstellung zurück, dass die Sprache von irgendwelchen Neandertalern ‚erfunden’ wurde und sich im Laufe der Jahrtausende über zufällige und willentliche Eingriffe zu den heutigen Sprachen entwickelt hat. Glaubst du deine Vorfahren hatten mehr Einfluss auf ihr Denken als du und all die heutigen Menschen?“, fragt David.


„Keine Ahnung! Ich weiß gar nicht mehr, was ich glauben soll, aber wahrscheinlich eher weniger“, entgegnet Henry

„Wenn sich Sprache wandelt und entwickelt, dann liegt die Ursache auf einer Ebene, die für den normalen Menschen nicht greifbar und zugänglich ist. Es mag Menschen geben, die einen Einfall bekommen und die Dinge und Ereignisse in ihrer Welt so und so nennen, aber woher kommt der Einfall?“

Henry zuckt mit den Achseln.


„Aus der gleichen Quelle, aus der alle Gedanken kommen. Du kannst lediglich die Auswirkungen dieser höheren Stufe wahrnehmen, nicht aber auf die Ursache manipulierend Einfluss nehmen. Du hältst dich fälschlicherweise für den Urheber deiner Gedanken, bist es aber bei genauerer Betrachtung und Analyse nicht wirklich“, erläutert David und lächelt Henry freundlich an.


„Sprache lebt! Sie ist Leben! Man könnte vielleicht symbolisch sagen, dass Sprache eine Art höheres Lebewesen ist, das dem Menschen von GOTT geschenkt wurde, um mit ihm in einer Symbiose das Leben zu gründen. Aus der Verbindung von Mensch und Sprache wird dann die Welt gezeugt“, schwärmt David.

„Heb jetzt nicht ab. Bleib bitte am Boden“, fordert ihn Henry auf, dem das jetzt doch etwas zu weit geht. Dann fällt ihm plötzlich, woher auch immer, ein alter Schlagertext ein, den er vor sich hinmurmelt: „Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, dass du denkst …“  


„Richtig! Aber du kannst glauben, dass du selber denken kannst. Was für ein erhebendes Gefühl. Wie gesagt, Einbildung ist auch eine Bildung“, grinst David.

„Sehr witzig. Du hast leicht reden. Kommst vorbei und knallst mir hier so eine vor den Latz und morgen verschwindest du wieder“, beschwert sich Henry.


„Moment bitte. Du wolltest was über das Geheimnis der Buchstaben wissen. Ich hätte dir das alles ersparen können, wenn du zu Beginn etwas offener gewesen wärst und nicht von vornherein an deiner Theorie ‚von den Neandertalern, die die Sprache erfanden’ festgehalten hättest. Mit diesem Glaubensbild kommst du kaum hinter den tieferen Sinn der Schriftzeichen. Mir blieb also keine andere Wahl, als deine Aufmerksamkeit etwas zu schärfen“, verteidigt sich David.

Henry sinniert kurz nach, dann sagt er:

„Schon gut. Wahrscheinlich hast du Recht. Lass mich nur ein paar Minuten darüber nachdenken, bevor wir das Buch zusammen durchgehen. Ich mache uns erst mal einen Cappuccino. Das hilft mir, mich wieder besser zu konzentrieren“, schlägt Henry vor, steht auf und durchquert das große Wohnzimmer, das mit Designermöbeln gefüllt ist, um in die Küche zu gelangen, die über einen modernen und stilvollen Kreisbogen mit dem Wohnzimmer verbunden ist.


Es dauert ungewöhnlich lange bis Henry mit zwei, von Schaum überquellenden Tassen wieder zurückkommt und vorsichtig die randvollen Getränke auf den Tisch balanciert.

„So, bitte schön, einmal Cappuccino à la Henry mit einem kleinen Schuss Baileys und einer Kugel feinstem Vanilleeis. Das wird uns gut tun“, preist Henry seine Kreation mit einem sichtlich entspannteren Gesichtsausdruck an.

„Na, das sieht ja exklusiv aus. Vielen Dank!“, freut sich David.


„Weißt du, David, ich hab in der Küche noch mal über unser Gespräch nachgedacht, deswegen hat es auch so lange gedauert“, erklärt Henry.

„Und zu welchem Schluss bist du gekommen?“, fragt David. „Dass es eigentlich sehr faszinierend ist, was du mir gesagt hast. Du hast mich nur wieder mal kalt erwischt. Bisher war ich der festen Überzeugung, dass ‚ich denke und meine Gedanken bewusst erschaffe’, aber du hast mich darauf aufmerksam gemacht, dass da irgendwas in mir ist, was sich meiner bewussten Kontrolle entzieht. Dafür bin ich dir dankbar“, gesteht Henry und nimmt den ersten Schluck von seinem Cappuccino, während David ihm aufmerksam zuhört.


„Die Sprache scheint tatsächlich irgendwie eine Art Übersystem zu bilden, das sich wiederum aus den Worten zusammensetzt. Worte wiederum bestehen aus einzelnen Buchstaben. Aber was bedeuten die Buchstaben? Das ist eine Frage, mit der hab ich mich noch nie auseinandergesetzt, weil ich ja davon ausging, dass ‚Sprache’ vom Menschen erschaffen wurde und es somit keinerlei Grund gab, in diese Richtung zu denken oder zu forschen“, führt Henry seine Erkenntnisse aus und schlussfolgert: „Die Bedeutung der Buchstaben wäre dann zwangsläufig ein wesentlicher Bestandteil, um die Welt in der Tiefe besser zu verstehen.

 “Stimmt. Es kann sehr spannend und erkenntnisreich sein, sich auf dieser Ebene mit der Welt auseinander zusetzen“, bestätigt David.


„Wie kompliziert wird das werden?“, fragt Henry zögerlich.

„Das wird nicht so kompliziert. Auch wenn du manches beim ersten Mal nicht sofort verstehen solltest, wirst du ein ganz neues Gefühl für die Welt der Buchstaben bekommen. Lass dich überraschen. Außerdem gehen wir das Buch ja gemeinsam durch und wenn dir was unklar ist oder du etwas genauer wissen willst, dann kannst du mich jederzeit fragen“, eröffnet ihm David.

„Also gut, dann lass uns anfangen, ich bin jetzt richtig neugierig geworden“, freut sich Henry.




[1] Warum machen Sie, lieber Leser, nicht auch die Erfahrungen von Henry und hören bei geschlossenen Augen Ihrer inneren Gedankenwelt zu.



















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